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Gütesiegel für das Anna-Göldi-Museum

Die Anna-Göldi-Stiftung erhält prominente Unterstützung. Und sie rückt ihrem Ziel immer näher: Das neue Museum wird am 18./19. August seine Tore öffnen.

Freude herrscht bei den Mitgliedern der Anna-Göldi-Stiftung: Pro Helvetia unterstützt das künftige Anna-Göldi-Museum in Glarus/Ennenda mit 80 000 Franken. Eine hochkarätige und kritische Fachjury der eidgenössischen Kulturstiftung hat die Museumspläne genau unter die Lupe genommen und das anspruchsvolle Vorhaben für unterstützungswürdig befunden. Dies ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, weil Pro Helvetia seine Gelder generell sehr sorgsam und gezielt einsetzt sowie hohe qualitative Massstäbe setzt. So wird von Projekten verlangt, dass sie neue kulturelle Akzente setzen, besonders innovativ sind und von gesamtschweizerischem Interesse sind. Die Stiftung betrachtet den namhaften Beitrag der Pro Helvetia als grosse Anerkennung für ihre Aufbauarbeit, und schreitet mit der Realisierung des Museums zügig voran. Am 18./19. August wird das Museum feierlich eröffnet werden. Die Finanzierung für die Realisierung des Museums ist nun weitestgehend gesichert. Der offene Restbetrag ist teilweise ebenfalls in Aussicht gestellt. Zudem wird demnächst – als eigentliche Schlussoffensive – eine öffentliche Sammelaktion durchgeführt werden.

Anna Göldi Museum

Museumsleitung und neues Mitglied gewählt

Unterstützung erhält die Stiftung nicht nur finanziell sondern auch personell. Und dies von einer prominenten Stadt-Glarnerin. So konnte die ehemalige Gemeindepräsidentin (und Stadtführerin) von Glarus, Andrea Trümpy für die Mitarbeit in der Stiftung gewonnen werden. Der Stiftungsrat hat zudem einen weiteren wichtigen personellen Entscheid getroffen. Er hat die Betriebsführung des Museums und die Umsetzung der Marketing-Massnahmen Fridolin Elmer, der in Glarus Nord als Gemeinderat unter anderem für die Kultur zuständig ist, übertragen. Da im künftigen Museum der Thematik der Menschenrechte ein grosser Platz eingeräumt wird, liegt die Zusammenarbeit mit in diesem Bereich engagierten Institutionen ebenfalls in seiner Zuständigkeit.

 

 


 

 

Die Veranstaltungsreihe der Anna-Göldi-Stiftung

„Flucht in die Karibik“    

Ein Anlass mit NZZ-Redaktor Martin Beglinger

Freitag, 24. Februar 19.30 Uhr, Landesbibliothek Glarus

 

Die derzeitige Weltlage mit den vielen kriegerischen Konflikten und den daraus resultierenden Flüchtlingsströmen scheint beispiellos, macht betroffen und ratlos. Wie soll die Weltgemeinschaft mit der Flüchtlingsfrage umgehen? Der Glarner Historiker und Journalist Martin Beglinger wirft in einem Artikel unter dem Titel „Flucht in die Karibik“ einen Blick zurück in die Vergangenheit und beleuchtet die Frage: Wie ging denn die Völkergemeinschaft damals mit den Flüchtlingen um? Wie während des zweiten Weltkriegs mit den unzähligen, völlig rechtlosen, vertriebenen Juden? Und wie in den Siebzigerjahren mit den hunderttausenden von Vietnamesen und Kambodschanern die als Boat-Poeple vor dem Vietnamkrieg auf der Flucht waren?

Ein Rassist als Hoffnungsträger für Verzweifelte

Beglinger rückt in seinem im Magazin „NZZ Geschichte“ veröffentlichten Beitrag die aus Deutschland und Österreich flüchtenden Juden in den Fokus: Die Weltgemeinschaft verhandelte 1938 an einer grossen internationalen Tagung in Evian über das Schicksal der jüdischen Flüchtlinge. Doch die hochkarätigen Diplomaten aus 32 Staaten zeigten dort wohl viel Verständnis, aber kaum Bereitschaft danach zu handeln. Das Resultat war jedenfalls ernüchternd: „Man sucht die Welt ab nach Plätzen für Flüchtlinge. Und findet einzig die Insel eines Rassisten.“ Denn Rafael Trujillo, der damalige umstrittene Diktator der Dominikanischen Republik zeigte sich praktisch als einziger bereit, eine grosse Zahl Flüchtlinge aufzunehmen – anfänglich 10 000, später sogar bis 100 000. Dies allerdings mit fürchterlichen, tief abgründigen Motiven.

Hinter den Zahlen stehen Schicksale

Der NZZ-Redaktor beschreibt in seiner unglaublich anmutenden Geschichte nicht nur nüchterne Fakten. Vielmehr zeichnet er die Hintergründe anhand des Schicksals von einzelnen Flüchtlingen, die via Schweiz schliesslich in der Karibik landen, einfühlbar nach. Sein Artikel berührt, gibt zu denken, Parallelen zur heutigen Zeit drängen sich geradezu auf. Denn: Auch heute steht hinter den nackten Flüchtlingszahlen das Schicksal einzelner Menschen.

Martin Beglinger stellt am Freitag 24. Februar, 19.30 Uhr „Flucht in die Karibik“ in der Landesbibliothek in Glarus vor. Anschliessend findet eine Diskussion mit dem Autor statt. Der Anlass wird moderiert von Fridolin Elmer. 

 

 


 

Wie aus Medienberichten hervorging, findet zurzeit in Rom ein Anna Göldi-Musical statt. Ein weiteres wird im Sommer 2017  in Neuhausen SH aufgeführt.

Zu beiden Musicals bekommen wir von der Anna Göldi-Stiftung viele Anfragen. Dazu möchten wir folgendes festhalten: Mit den Musicals in Rom und im Kanton Schaffhausen haben wir grundsätzlich nichts zu tun und sind auch in keiner Weise dafür verantwortlich.

Dennoch stehen wir diesen Aktivitäten positiv gegenüber. Sie zeigen, wie zugkräftig und beliebt das Thema insbesondere auch ausserhalb unseres Kantons ist und dass die historische Figur Anna Göldi die Leute heute noch fasziniert. Darum nutzen wir dieses breite Interesse auch am Ort, wo Anna Göldi lebte und hingerichtet wurde.

Der Standort für das Anna-Göldi-Museum mit nationaler und sogar internationaler Ausstrahlung ist darum ideal. Diese Chance gilt es im Interesse des Kantons wie auch der Standortgemeinde Glarus zu nutzen. Das Göldi-Museum im Hänggiturm wird im Spätsommer 2017 eröffnet.

 

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